Grundlagen der Wiederbelebung für Laienhelfer

Basismaßnahmen beim Herzkreislaufstillstand

Laienreanimation

Nur ca. 40% aller 50.000 – 60.000 Herz-Kreislaufversagen pro Jahr in Deutschland, werden durch einen Ersthelfer mit Wiederbelebungsmaßnahmen  versorgt. Die Grundlagen der Wiederbelebung für Laienhelfer “PRÜFEN-RUFEN-DRÜCKEN” ist nichts Neues. Auch in Pandemiezeiten gilt diese Maßnahme weiterhin, denn dies ist eine Bürgerpflicht, so sagt es der Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln, Experte für Notfallmedizin und Reanimation und Vorstandvorsitzende des Deutschen Rats für Wiederbelebung – German Resuscitation Council (GRC) sowie  Mitglied der Leopoldina, in einem Gespräch.

Quelle: www.springermedizin.de  | Autoren: Birte Seiffert, Alexandra Ullrich

Die Herzdruckmassage ist eine Bürgerpflicht

Die Beatmung und das Einbinden eines automatisierten externen Defibrillator (AED) ist eine Kür. Alle diese Grundlagen der Wiederbelebung für Laienhelfer erlernt man in Erste-Hilfe Kursen. Damit die erlernten Fähigkeiten – nicht verlernt werden, können Sie zusammen mit der ganzen Familie, die Grundlagen der Wiederbelebung für Laienhelfer üben. Eine willkommene und zudem interessante Abwechslung, finden Sie nicht auch? Dazu gehört das praktische Anwenden nach dem Prinzip: PRÜFEN-RUFEN-DRÜCKEN + Beatmen, + AED. Probieren Sie´s mal aus und testen Sie sich untereinander. Im Vorfeld sollten Sie jedoch an einem Erste-Hilfe Kurs teilgenommen haben, damit sich niemand etwas falsches antrainiert. Sie werden merken, wie schnell und einfach und frei von Ängsten, man die Grundlagen der Wiederbelebung als Laienhelfer lernen und anwenden kann. Haben Sie keine Sorge etwas falschen zu machen, denn ENTSCHLOSSENES HANDELN RETTET!

“Es ist Kinderleicht das zu tun, was Notwendig ist.”

Ein Zitat von Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger, dem nichts mehr entgegenzusetzen ist, denn bei den Wiederbelebungsmaßnahmen = lebensrettende Sofortmaßnahmen macht nur der etwas falsch, der nichts macht.

Passend zu diesem Podcast möchte ich meine ganz persönliche Berufserfahrung als Notfallsanitäter mit einbinden. Der Rettungsdienst, vor allem aber der Hilfsbedürftige selbst, ist auf die lebensrettende Sofortmaßnahmen durch Ersthelfer dringend angewiesen. Nach einer Alarmierung braucht der Rettungswagen innerstädtisch ca. 8-9 min. Viel länger sollte es nach der jeweiligen Brand- und Katastrophenschutzverordnung nicht dauern.

Hilfsfrist – nicht immer klappt´s

Unvorhergesehene Ereignisse jedoch, wie z.B. Schnee, Glatteis, Unwetter, Umleitungen, Stau oder Baustellen tragen maßgeblich dazu bei, dass sich das Eintreffen des RTW verzögern und die Hilfsfrist nicht gehalten werden kann. Bei Einsatzfahrten in ländlichen Regionen braucht ein Rettungswagen, alleine aufgrund seiner Entfernung schon deutlich länger. Deshalb muss unbedingt mit der Wiederbelebung = lebensrettende Sofortmaßnahmen begonnen werden. Befinden sich 2 oder mehr Laienthelfer am Notfallort, sollte mit der Beatmung nicht zu lange gewartet werden, wenn es doch von Beginn an möglich ist, die Atemspende in die Wiederbelebungsmaßnahmen einzubauen. Geübte Ersthelfer können die Mund-zu-Mund Betamung im Verhältnis 30 Herzdruckmasssagen zu 2 Beatmungen sofort anwenden, so sagt es auch Univ.-Prof. Dr. Bernd Böttiger.

 

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